10 Ernährungsmythen aufgedeckt!

10 Ernährungsmythen aufgedeckt!

 

In Sachen gesunde Ernährung gibt es viele unterschiedliche Meinungen, viel Halbwissen und immer wieder neue Erkenntnisse. Wir gehen 10 Ernährungsmythen auf den Grund!
Was ist richtig, was ist falsch und was stimmt nur zum Teil? Wir decken 10 Ernährungsmythen für Dich auf!

 

Übergewicht

Ernährungsmythos Nummer 1: Spät Essen macht dick!?

Jein!

Was die Kalorienzahl angeht, ist es unserem Körper egal, wann wir essen. Auf die Summer der aufgenommenen Kalorien kommt es an.

Aber!

Das Wachstumshormon Somatropin (auch (Human) Growth Hormone oder Somatotropes Hormon genannt) wird in der Hypophyse gebildet und hauptsächlich im Schlaf ausgeschüttet.
Zuständig ist es im Körper u.a. für Reparaturvorgänge an den Zellen, was uns bei der Heilung von Verletzungen oder der Knochengesundheit hilft. Auch wirkt dich das Hormon positiv auf unsere Vitalität, Hautbeschaffenheit und Gedächtnisleistung aus. Es wird auch Anti-Aging Hormon genannt, denn es hält uns und unseren Körper jung und fit!
Damit es aktiv werden kann, braucht es Energie, die es aus unseren Fettzellen gewinnt. Sprich HGH baut unsere Fettpölsterchen ab. Das Hormon braucht einen niedrigen Insulinspiegel. Hier kommt jetzt das späte Essen ins Spiel: essen wir spät abends und dann vor allem Kohlenhydrate wir Brot oder nudeln und dann vielleicht noch eine zuckerhaltige Limonade dazu, schnellt unsere Insulinspielgel nach oben und das Wachstumshormon wird gehemmt.
Was machen? So bekommst Du den „Schlank im Schlaf“-Effekt:

  • Ernähre dich allgemein vitamin- und nährstoffreich!
    Vitamin B6, Vitamin B12, Kalzium, Magnesium, Kalium und Zink Unterstützung die Synthese des Wachstumshormons. Ein Mangel kann also die Ausschüttung und somit auch deinen Fettabbau behindern. Leider reicht eine ausgewogene Ernährung oft nicht aus, um Dich wirklich optimal zu versorgen.  Gerne beraten wir Dich in Bezug auf Deinen individuellen Mikronährstoffbedarf!
  • Nicht zu spät Abendessen!
    Ideal ist die letzte Mahlzeit des Tages zwischen 17 und 19 Uhr. So hat deine Verdauung genügend Zeit und deine Insulin und Blutzuckerwerte sind wieder auf einem möglichst niedrigen Niveau, wenn du schlafen gehst.
  • Abends auf Kohlenhydrate verzichten!
    Statt Kohlenhydrate solltest Du lieber mehr Eiweiß wie Fisch, Eier oder Käse essen. Auch Gemüse ist in Ordnung.
    Tipp: Wenn du einen etwas empfindlicheren Magen hast oder auch gerne unter Blähungen leidest, solltest du abends lieber aus Salat und Rohkost verzichten. Diese können über Nacht gären und eben zu Blähungen und Unwohlsein in der Nacht führen.
  • Fitness und Bewegung am Abend!
    Wenn du abends Sport treibst, kurbelt das auch die Ausschüttung vom Wachstumshormon an. Besonders hilfreich ist ein intensives Krafttraining mit vielen Wiederholungen und mit kurzen Pausen.
  • Ausreichend schlafen!
    Ohne ausreichenden und guten Schlaf gibt es keine Ausschüttung von Wachstumshormonen. Damit Du gut schläfst, kann dir Bewegung abends helfen, aber um zur Ruhe zu kommen, verausgabe dich nicht direkt bevor du ins Bett gehst.

 

Schokolade sorgt für gute Laune

Ernährungsmythos Nummer 2: Schokolade macht glücklich!?

Falsch!

Schokolade enthält den Eiweißbaustein Tryptophan, aus dem im Körper das Glückshormon Serotonin wird. Leider ist aber die Konzentration so gering, dass ein positiver Effekt wissenschaftlich nicht nachweisbar ist.  Damit uns das Tryptophan der Schokolade glücklich und gelassen macht, müssten die unzählige Tafeln essen.Sollte bei Dir eine Mangel an z.B. Serotonin vorliegen wir Dir Dein Therapeut als eher ein Arzneimittel verschreiben und leider nicht leckere Schokolade. Gerne beraten wir Dich individuell zu Deinem individuellen Mikronährstoffbedarf!

 


Salat

Ernährungsmythos Nummer 3: Salat hat viele Vitamine?!

Falsch!
Grüner Salat enthält leider fast keine Vitamine und Spurenelemente. Wirkliche viele hatte Salat noch nie, aber über die letzten Jahre sind es sogar noch weniger geworden! Schuld daran ist unter anderem die Überdüngung der Böden und die Lagerung der Salate.
Was kannst du machen? Wenn du gerne Salat isst, ergänzt Du am besten Den grünen Salat mit möglichst frischen Tomaten, Mais, Gurke und verschiedene gesunden Kernen wie Sonnenblumenkernen. So kannst Du deine Vitaminbilanz aufrüsten!

Mehr zur „Salatlüge“ findest Du in unserem kostenlosen E-Book!

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Hunde leben gesünder als Menschen. Eine Currywurst hat mehr Ballaststoffe als Kopfsalat. Reicht gesund essen alleine? Diese und weitere Themen werden im MikroFit E-Book "Gesund Leben" behandelt.

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Ernährungsmythos Nummer 4: Pilze darf man nicht aufwärmen?!

Falsch!
Viele haben es im Schulunterricht oder von der Oma gelernt: Pilzgerichte soll man nicht aufwärmen, denn dann werden die Pilze giftig. In Pilzen können sich wirklich giftige Stoffe entwickeln. Aber vor allem, wenn du sie über längere Zeit im Warmen stehen lässt. Das Eiweiß in den Pilzen kann dann mit dem Sauerstoff reagieren.

Achtung! Menschen, die unter einer Histaminose leiden (Unverträglichkeit des Gewebshormons Histamin), sollten allerdings keine Pilze aufwärmen. Champignons sind leider dafür bekannt, dass sie Histamine freisetzen. Durch das Aufwärmen kann dieser Effekt verstärkt werden.

Tipp! Pilze solltest du möglichst frisch kaufen (schau sie dir am Markt und im Supermarkt genau an! Sie sollten trocken und ohne Schädigungen sein) und auch sehr schnell, am besten noch am selben Tag, verbrauchen. Nach dem Essen, solltest du das Pilzgericht schnell herunter kühlen, kühl lagern und noch am selben Tag aufessen. Beim Aufwärmen solltest Du generell darauf achten, dass Du ein Gericht ganz erhitzt und am besten kurz aufkochst. So werden Mikroorganismen abgetötet.

Hier gibt es auch ein leckeres Pilzrezept!

 

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Ernährungsmythos Nummer 5: Brauner Zucker ist gesünder als weißer Zucker!?

Falsch!
Aus molekularer Sicht gibt es kaum einen Unterschied zwischen weißem und brauen Zucker. Beide Zucker werden aus Zuckerrohr oder Zuckerrübe gewonnen, und liefern pro 100 Gramm ca. 400 Kilokalorien. Der Unterschied zwischen weißem und braunem Haushaltszucker ist die Verarbeitung. Beim braunen Zucker wird lediglich die Melasse nicht entfernt. Für uns heißt das, dass der braune Zucker noch Spuren von Nährstoffen enthält, der weiße Zucker nicht mehr. Leider sind es wirklich nur Spuren. Gesünder wird der Zucker dadurch aber nicht.
Lies hier mehr zum Thema Zucker!

 

Karotten

Ernährungsmythos Nummer 6: Wenn ich viele Karotten esse, sehe ich gut!?

Jein,
Karotten enthalten Beta-Carotin, das bei den Karotten für die orange Farbe sorgt und wir im Körper zu Vitamin A umwandeln. Vitamin A wird u.a. für das Hell-Dunkel-Sehen im Auge benötigt. Ein Mangel an Vitamin A und seiner Vorstufe Beta-Carotin kann z.B. zu Nachtblindheit führen.
Aber Sehschwäche wie Kurzsichtigkeit können nicht durch das Essen von Karotten behoben werden.
Tipp: Um an das gute Vitamin A in z.B. Karotten zu kommen, braucht unser Körper Fett.

 

Eier

Ernährungsmythos Nummer 7: Eier erhöhen den Cholesterinspiegel!?

Falsch!
Langezeit hat man angenommen, dass Eier sich negativ auf unseren Cholesterinspiegel auswirken, da sie selbst viel Cholesterin beinhalten (Ein Eigelb enthält 190mg). Neuesten Studien sagen aber aus, dass der Cholesteringehalt im Essen dabei keine große Rolle spielt. Schlechten Einfluss auf die Werte haben aber z.B. gesättigte Fettsäuren und vor allem Transfette wie etwa in Wurst oder in Frittiertem. Wer seinen Cholesterinspiegel senken möchte oder muss, sollte allgemein auf eine fettarme, vitalstoffreiche Ernährung mit regelmäßiger Bewegung achten.

 

Zitrone

Ernährungsmythos Nummer 8: Zitronen enthalten das meiste Vitamin C!?

Falsch!
Zitronen enthalten zwar Vitamin C (ca. 53 Milligramm Ascorbinsäure pro 100 Gramm), aber viele Obst und Gemüsesorten versorgen uns mit deutlich mehr Vitamin C. Brokkoli (115 Milligramm pro 100 Gramm) und Kiwis (71 Milligramm pro 100 Gramm) sind z.B. gute Lieferanten. Richtige Vitamin C-Bomben sind die Acerola-Kirsche und die CamuCamu-Frucht aus Südamerika. In den Kirschen finden wir bis zu 1700 mg pro 100 g Frucht und in der CamuCamu Frucht sogar ganze 2000 mg Vitamin C auf 100 Gramm Frucht!

 

Obst und Gemüse: Gesund und lecker

Ernährungsmythos Nummer 9: Wenn ich Gemüse lange koche, verliert es Nährstoffe!?

Richtig!
Beim Kochen gehen leider wertvolle Mineralstoffe und wasserlösliche Vitamine wie Vitamin C oder die B-Vitamine verloren.
Tipp: Je weniger Wasser Du bei der Zubereitung verwendest, desto weniger Vitamine und Mineralstoffe werden zerstört. Statt das Gemüse tot zu kochen, solltest du es lieber dämpfen, dünsten oder auch roh als Salat oder als Snack essen. F
ür das Dünsten von wird nur ganz wenig Wasser oder Fett gebraucht und es gehen nur wenige Vitamine verloren.  Beim Dämpfen kommt das Gemüse gar nicht mit Wasser in Berührung, sondern wird nur über den heißen Wasserdampf gegart. Es gibt z.B. spezielle Dämpfeinsätze für Deinen Kochtopf oder auch Dämpfkörbchen aus Asien.

 

 

Olivernöl

Ernährungsmythos Nummer 10: Fett macht immer fett und ist ungesund!?

Falsch!

Fett hat im Vergleich zu Eiweiß und Kohlenhydraten eine höhere Energiedichte. Wir brauchen als weniger davon, um unseren Energiebedarf zu decken. Fette sollten wir sparsam und gezielt einsetzten, denn bestimmte Fette sind für unseren Stoffwechsel wichtig!
Hier findest Du mehr über gesunde Fette und ihre Rolle in unserem Stoffwechsel.

Michaela Kraus

Über Michaela Kraus

Mein Name ist Michaela Kraus, ich bin 31 Jahre alt und wohne in München. Bei Mikrofit bin ich gemeinsam mit Thomas für die redaktionellen Inhalte zuständig. Hier hat es mir besonders das Themen gesunde Ernährung angetan sowie praktische Tipps und Tricks im Alltag. Was mache ich neben Mikrofit noch? Nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre und einem Masterstudium in Marketingmanagement war ich von 2012 bis Ende 2014 als Produktmanagerin im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz und speziell im betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig. Nachdem ich mich auch seit langem privat mit allem Rund um die Themen Gesundheit, Prävention, gesunde Ernährung und Stressprävention beschäftige, habe ich mich entschlossen, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Seit Oktober 2014 mache ich deshalb eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und bereite mich auf meine Prüfung vor. Seit Januar 2015 beschäftige ich mich auch beruflich Mikronährstoffe und Ernährung. Da für mich gesunde Ernährung und Mikronährstoffe besonders spannende Therapiefelder sind, habe ich beim der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) Ausbildungen zum Medical Wellness Coach, Salusweight Coach und zur Fachberaterin für Moderne Orthomolekulare Medizin besucht, um hier fundiertes Fachwissen zu bekommen. Neben dem experimentieren mit gesunden Rezepten reise ich privat gerne, erkunde fremde Länder und als Hobbytaucherin auch fremde Meere und Seen.

4 Kommentare

  1. Hallo liebe Michaela!

    Ein ganz dickes Lob für deine tolle Seite! Deine Tipps sind wirklich super und ich finde es klasse, dass du auch gleich immer alles genau erklärst! Zum Beispiel habe ich nie verstanden, was es bringen soll, abends auf Kohlenhydrate zu verzichten, weil das (wie du ja auch geschrieben hast) die Summe der Kalorien nicht ändert. Aber so wie du das mit den Hormonen erklärst, macht das ja tatsächlich so richtig Sinn 🙂 Ich bin Tiermedizin-Studentin und kenne mich daher mit Hormonen etwas aus, aber dieser Zusammenhang war mir bis dahin nicht bekannt. Also werde ich das nun wirklich einmal ausprobieren und mir auch einige weitere Tipps von dir zu Herzen nehmen! Bloß auf die Therapie mit der Schokolade werde ich wohl kaum verzichten können 😉

    Weiter so!
    Deine Laura

    • Hallo Laura,

      vielen Dank für deine nette Nachricht! Es freut mich sehr, dass die meine Beiträge gefallen 🙂 Man weiß ja immer nicht, ob das auch jemanden interessiert, was man so schreibt 😉
      Bei gesunder Ernährung lernt man wirklich ständig etwas dazu. Ich versuche gerade auf Gluten zu verzichten und war echt überrascht, wie viele tolle Produkte und Alternativen es gibt.

      Ich wünsche dir viel Erfolg bei abendlichen Kohlenhydratverzicht!

      Liebe Grüße aus München
      Michaela

      PS: Auch ich schaffe es nicht immer auf Schokolade zu verzichten 😉 und leider mag ich auch lieber Vollmilch, statt der etwas gesünderen Zartbitterschokolade (wegen dem höheren Kakao- und dem geringeren Zuckeranteil).

  2. Zitat: „Ideal ist die letzte Mahlzeit des Tages zwischen 17 und 19 Uhr.“

    Kann man so überhaupt nicht sagen, da es von der Zeit abhängt, zu der man ins Bett geht. Mein Mann geht z.b. um 1 Uhr ins Bett, ich aber schon um 22 Uhr.

    • Hallo Meike,

      vielen Dank für deinen Beitrag.
      Du hast Recht, es macht natürlich zum Teil einen Unterschied, um welche Uhrzeit man schlafen geht. Wenn jemand um 22 Uhr schläft, ist ein Abendessen um 20 Uhr natürlich näher an seiner Schlafenszeit, als wenn man erst um 1 Uhr ins Bett geht. Esse ich kurz vor dem Schlafengehen kann z.B. der Schlaf durch die Verdauung unruhiger sein. Hier kommt der Abstand zum Tragen und nicht die direkte Uhrzeit.
      Aber nicht nur der Abstand zum Schlaf hat einen Einfluss, sondern auch die tatsächliche Uhrzeit der Mahlzeit. Es gibt etwa eine Studie der Northwestern University Feinberg School of Medicine, welche den BMI und das Essverhalten von 51 Testpersonen mit ihrem Schlafverhalten untersucht hat. Ein Ergebnis der Studie war, dass die Testpersonen, welche in der Regel nach 20 Uhr Abendessen nahmen zwar nur minimal mehr Kalorien zu sich, hatten aber einen höheren BMI als die Vergleichspersonen. Auch wurde ermittelt, dass ihre Abendmahlzeiten meist mehr Kalorien enthielten und ungesünder (z.B. weniger Gemüse) zusammengesetzt waren.

      Natürlich kann man auch hier argumentieren, dass wenn man nun eben nicht die Hauptmahlzeit abends zu sich nimmt und auch auf seine gesunde Ernährung achtet, man auch nicht automatisch einen höheren BMI hat.
      Gewicht und Stoffwechsel hängt auch sehr vom Einzelnen ab. Manche könnten auch ohne Sport täglich Pizza und zum Nachtisch Torte essen, ohne dass das Gewicht hoch geht. Andere müssen da schon genauer schauen, was sie essen und auch sportlich aktiv sein um ein gesundes Gewicht zu halten.

      Schöne Grüße
      Michaela

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