Michaela testet: Leberreinigung nach Hulda Clark

Leberreinigung nach Hulda Clark

Vorbereitung:

  • Ca. 3 Tage vor dem Start habe ich pro Tag ca. 1 Liter guten naturtrüben Apfelsaft getrunken.
  • Einkäufe: Bittersalz und Tabletten in der Apotheke besorgt. Leider gab es keine Kautabletten. Bittersalz hat 4€ gekostet, die Tabletten (100 St.) 29€. Im Supermarkt habe ich pro Person 1 Pink Grapefruit gekauft.

    Vorbereitung Leberreinigung

    Vorbereitung Leberreinigung

 

Am Tag der Entgiftung:

  • Den ganzen Tag: Kein Öl oder Butter gegessen
  • 15 Uhr: Letzte Mahlzeit vor dem Start und Vorbereitung
    Da wir in der Stadt unterwegs waren, gab es leider erst um 15 Uhr Mittagessen (Spaghetti mit Tomatensoße).
    Das Bittersalz habe ich auch gleich angesetzt.
    Tipp: Damit es sich gut auflöst, habe ich lauwarmes Wasser genommen und die Flüssigkeit regelmäßig umgerührt.
  • 16 Uhr: Letztes Getränk vor dem Start
  • 18:15 Uhr: Das erste Glas Bittersalz getrunken.
    Tipp: Für einen etwas angenehmeren Geschmack habe ich etwas frische Zitrone dazu genommen.
    Geschmack: Der Geschmack ist leicht bitter, geht aber ohne Probleme zum Trinken.
    Wirkung: Das erste Glas hat bei mir noch keine Wirkungen ausgelöst.
  • 20:15 Uhr: Das zweite Glas Bittersalz getrunken.
    Tipp: Damit der bittere –Nachgeschmack schneller weggeht, einfach den Mund nach dem Trinken mit Wasser ausspülen oder einen kleinen Schluck trinken. Listigerweise schmeckt das Wasser nach dem bitteren Salz leicht süß.
  • 20:45 Uhr: Der Magen wird etwas unruhig und gluckert viel. Das Bittersalz zeigt erste Wirkung… Im Stuhl zeigen sich noch keine Steine, dafür aber eine Art feiner Sand.
  • 21:00 Uhr: Leichte Übelkeit und Magenschmerzen, wenn ich auf der Seite liege.
  • 21:45 Uhr: Vorbereitung der Öl-Saft-Mischung. Da ich Angst vor dem Geschmack hatte und auch einen eher empfindlichen Magen habe, habe ich pro Person nur 100ml Olivenöl genommen.
    Tipp: Öl und Saft lassen sich nicht wirklich mischen. Gut shaken und dann möglichst schnell trinken, bevor sich die Bestandteile wieder trennen.

    Öl-Saft-Mischung

    Öl-Saft-Mischung

  • 21:50 Uhr: Toilettenbesuch: Das Bittersalz spült durch, es ist wieder der „Sand“ sichtbar
  • 22:00 Uhr: Trinken der Saft-Öl-Mischung
    Alles noch einmal shaken und möglichst schnell trinken. Danach habe ich mich gleich mit einer Wärmflasche ins Bett gelegt.
    Geschmack: Vor der Mischung hatte ich am meisten Angst. Eine Freundin von mir hatte die Entgiftung schon einmal durchgeführt. Sie erzählte mit großem Ekel davon und dass es sie mehrmals würgen musste und das Glas nur mit Mühe und Not trinken konnte. Ich fand den Geschmack überraschend gut. Der Saft der Grapefruit überdeckt den Ölgeschmack recht gut. Mein Freund fand das Getränk fast schon lecker, nur etwas zu ölig. Was mich aber irritiert hat, war das ich nach jedem Schluck einen Fettfilm auf den Lippen hatte, der nach Olive geschmeckt hat. Da ich weder Oliven und eigentlich auch kein Olivenöl mag, war das etwas unangenehm. Noch unschöner war, dass ich mehrmals aufstoßen musste und dann alles nach Olivenöl geschmeckt hat. An sich ist aber der Geschmack wirklich nicht so schlimm. Das Bittersalz schmeckt deutlich unangenehmer.
    Wirkung: eine direkte Wirkung gab es bei mir nicht.
  • 22:40 Uhr: Die ersten Steine…
    Die Wirkung von Öl und Saft setzt ein und die ersten Steine sind sichtbar. Es sind aber keine richtigen, festen Steine, sondern kleine grüne Fleckchen (sehen etwas wie kleine Stückchen gekochter Spinat aus), orange kleine Steinchen so groß wie ein Stecknagelkopf und sehr kleine dunkelbraune Steinchen. Die Menge ist noch überschaubar und die Partikel alle sehr klein. Ansonsten ist der Bauch etwas gebläht und mir ist leicht unwohl.
  • 23:00 Uhr: Letzter Toilettengang vor dem Schlafengehen
    Es kommen jetzt etwas mehr Ausscheidungen
  • Die Nacht: Im Internet und auch von einer Freundin hatte ich gehört, dass die Nacht sehr unangehm und schmerzhaft und mit vielen Toilettengängen unterbrochen sein kann. Meine Nacht war ganz normal und ich hatte weder Beschwerden, noch musste ich nachts zur Toilette.
  • 06:00 Uhr: Nach dem Wachwerden gibt es das vorletztes Glas Bittersalz
    Die Nacht war ruhig und ohne Probleme, ich musste weder nachts zur Toilette, noch hatte ich größere Magen- oder Darmprobleme. Sehr angenehm war die Wärmflasche.
    Geschmack: Langsam kann ich es nicht mehr trinken… Der Geschmack ist entweder schlechter als gestern oder es ist langsam einfach zu viel Bittersalz.
    Wirkung: Die Wirkung setzt recht schnell ein und Darm wird durchgespült. Es gehen jetzt fast nur Steine oder steinartiges ab.
    Danach wieder ins warme Bett!
  • 8:00 Uhr: Letztes Glas Bittersalz!!!
    Geschmack: War wirklich schwer, das letzte Glas zu trinken. Weniger der Geschmak an sich ist so schlecht, eher wird man ihn einfach überdrüssig.
    Wirkung: Wirkung zeigt sich auch sehr zeitnah. Ausscheidungen werden jetzt deutlich größer (vielleicht bis zu 1 cm Länge). Stuhlgang besteht eigentlich nur aus den Ausscheidungen. Jetzt sind es hauptsächlich hellgrüne Gebilde.
  • 10 Uhr: Ein Glas naturtrüber Apfelsaft
  • 11:30 Uhr: Weißwurstfrühstück im Biergarten 😉
    Es wird ja eigentlich empfohlen, lieber langsam zu starten, aber auch die Würste haben wir ohne Problem vertragen.

Fazit:

Das Prozedere ist gut durchführbar und die zeitlichen Abläufe haben (bis auf das späte Mittagessen) gepasst. Die Wirkung von Bittersalz und Saft-Öl-Mischung dauerte bei mir noch bis zum folgenden Tag in der Früh an, dann hatten sich die Verdauung und der Stuhlgang wieder normalisiert.
Nach der Entgiftung fühle ich mich allgemein sehr gut und irgendwie leichter und fast schon sauberer. Das Gefühl ist schwer zu beschreiben. Nach dem Test ist mein Fazit, dass man ab und zu die Leberreinigung ohne Probleme oder größere Beschwerden durchführen kann und es sich auch schnell ein positiver Effekt gezeigt hat. Alle zwei Wochen bräuchte ich sie aber nicht, dafür war mir der Ablauf zu stressig und die Einschränkungen (man sollte den ganzen Abend zu Hause sein, nichts vorhaben und sich auch besser den nächsten Vormittag frei nehmen) zu groß.

 

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Michaela Kraus

Über Michaela Kraus

Mein Name ist Michaela Kraus, ich bin 31 Jahre alt und wohne in München. Bei Mikrofit bin ich gemeinsam mit Thomas für die redaktionellen Inhalte zuständig. Hier hat es mir besonders das Themen gesunde Ernährung angetan sowie praktische Tipps und Tricks im Alltag. Was mache ich neben Mikrofit noch? Nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre und einem Masterstudium in Marketingmanagement war ich von 2012 bis Ende 2014 als Produktmanagerin im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz und speziell im betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig. Nachdem ich mich auch seit langem privat mit allem Rund um die Themen Gesundheit, Prävention, gesunde Ernährung und Stressprävention beschäftige, habe ich mich entschlossen, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Seit Oktober 2014 mache ich deshalb eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und bereite mich auf meine Prüfung vor. Seit Januar 2015 beschäftige ich mich auch beruflich Mikronährstoffe und Ernährung. Da für mich gesunde Ernährung und Mikronährstoffe besonders spannende Therapiefelder sind, habe ich beim der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) Ausbildungen zum Medical Wellness Coach, Salusweight Coach und zur Fachberaterin für Moderne Orthomolekulare Medizin besucht, um hier fundiertes Fachwissen zu bekommen. Neben dem experimentieren mit gesunden Rezepten reise ich privat gerne, erkunde fremde Länder und als Hobbytaucherin auch fremde Meere und Seen.

2 Kommentare

  1. Das Prozedere ist vielleicht „gut durchführbar“, jedoch haben mehrere wissenschaftliche Untersuchungen die vermeintliche „Reinigung“ bzw. „Entgiftung“ als völlig nutzlos erwiesen. Die oft als „Gallensteine“ bezeichneten Steinchen sind nichts weiter als die eingenommenen Substanzen selbst, welche durch Verseifung im Darm zu steinartigen Gebilden verklumpen. Aber pseudowissenschaftliche Berichte über „Entgiftungen“, „Entschlackungen“ und „Reinigungen“ aller möglichen Körperorgane sind zur Zeit halt sehr in Mode…
    Wen interessieren da schon wissenschaftliche Fakten?

  2. Hallo Meike,

    vielen Dank für deinen Beitrag.
    Genau darüber hatte ich ja in meinem ersten Beitrag zur Leberreinigung geschrieben.
    Mir wurde es von mehereen Hallo Meike,
    vielen Dank für deinen Beitrag.
    Genau darüber hatte ich ja in meinem ersten Beitrag zur Leberreinigung geschrieben.
    Mir wurde es von mehreren Seiten (einer Allgemeinmedizinerin, einer Heilpraktikerin und mehreren Bekannten, die es schon durchgeführt hatten) empfohlen. Da ich mir lieber noch mal selber ein Bild mache, habe ich mir verschiedene Standpunkte angesehen und für mich entschieden einen kritischen Selbsttest zu unternehmen. Auch habe ich keine wissenschaftlichen Studien gefunden, die mir wirkliche Beweise für oder dagegen zeigen konnte. Wenn du hier eine gute Studie hast, würde ich mich über den Link dazu sehr freuen!
    In Bezug auf die Reinigung kann ich nur von meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen sprechen.

    Schöne Grüße
    Michaela

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