Diabetes mellitus

Diabetes Messgeräte

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Diabetes mellitus

Diabetes mellitus ( auch als „Zuckerkrankheit“ bekannt) ist eine Stoffwechselerkrankung, die auf der Insulinresistenz oder Insulinmangel beruht.  Die Betroffenen haben einen chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel und leider ein erhöhtes Risiko für schwere Folge- oder Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Netzhauterkrankungen oder einen gestörten Fettstoffwechsel.

Diabetes – leider eine häufige Erkrankung

Übergewicht, Bewegungsmangel und die Vorliebe für eine kohlenhydratreiche Ernährung begünstigen eine Diabeteserkrankung. Leider gehört Diabetes zu den häufigsten Erkrankungen bei uns. Sie betrifft knapp 10 Prozent der deutschen Bevölkerung. Davon leiden 95 Prozent unter Typ 2-Diabetes und 5 Prozent unter Typ 1-Diabetes.

Diabetes Klassifikation nach ICD-10

  • E10: Primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ-1-Diabetes)
  • E11: Nicht primär insulinabhängiger Diabetes mellitus (Typ-2-Diabetes)
Auch Kinder können schon unter Typ-2-Diabetes

Auch Kinder können schon unter Diabetes leiden

Typ-1-Diabetes

Der Typ-1-Diabetes beruht auf einem Mangel an Insulin infolge einer Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen in den Langerhans’schen Inseln des Pankreas (Bauchspeicheldrüse). Am höchsten ist die Neuerkrankungsrate bei Kindern zwischen 11 und 13 Jahren. Deshalb wurde der Typ 1 Diabetes früher auch als jugendlicher oder juveniler Diabetes bezeichnet.

Therapie

  • Ernährungsumstellung
  • Körperliche Beanspruchung
  • Stabilisierung der persönlichen Stimmung

Medikamentöse Therapie

  • Konventionelle Insulintherapie (CT) oder
  • Intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT) oder
  • Kontinuierliche subkutane Insulin-Infusion (CSII, Insulinpumpe)

 

Typ-2-Diabetes

Beim Typ-2-Diabetes sprechen die Körperzellen nicht mehr richtig auf Insulin an und die Betazellen der Bauchspeicheldrüse sind in ihrer Funktion eingeschränkt. Beides alleine wäre noch nicht so schlimm und unser Stoffwechseln würde damit klar kommen. In Kombination resultiert eine Störung der Blutzucker-Konzentration. Der Diabetes mellitus Typ 2 wir oft als „Alters-Diabetes“ angesehen, denn meist macht er sich erst nach dem 40. Lebensjahr bemerkbar.

Mögliche Auslöser

Neben einer genetisch bedingten Veranlagung sind fettreiche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel Auslöser. Diabetes ist eine richtige Wohlstands-Krankheit. Den meisten Menschen bei uns geht es gut, wir haben genug zu Essen, müssen uns nicht einschränken und nur wenig körperlich arbeiten. Was sich eigentlich ganz schön anhört, hat leider auch eine negative Seite. Diabetespatienten werden immer jünger, bestimmten Gruppen wird der Typ-2-Diabetes auch bereits bei Jugendlichen beobachtet!

Therapie

  • Änderung des Lebensstils und Ernährungsumstellung und möglichst eine Gewichtsabnahme
  • Körperliche Bewegung

Medikamentöse Therapie

  • Orale Antidiabetika (OAD) oder
  • Konventionelle Insulintherapie (CT) (auch kombiniert mit OAD) oder
  • Intensivierte Insulintherapie
  • Intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT)
  • Insulinpumpentherapie

Typ-3-Diabetes

Weitere Formen des Diabetes Mellitus, die nicht dem Typ 1 oder dem Typ 2 zugerechnet werden, werden als Typ-3-Diabetes bezeichnet. Dazu zählen:

  • Diabetes durch genetische Defekte der Betazelle
  • Diabetes durch genetische Defekte der Insulinsekretion
  • Diabetes durch Erkrankungen des Pankreas (pankreopriver Diabetes)
  • Diabetes durch Endokrinopathien
  • Diabetes durch Medikamente oder Chemikalien
  • Diabetes durch Infektionen
  • ungewöhnliche Formen des immunvermittelten Diabetes
  • andere genetische Syndrome, die mit Diabetes assoziiert sind

Symptome

Der Diabetes kann lange Zeit symptomfrei verlaufen und schleichend entstehen. Erst, wenn die Blutzuckerwerte einen kritischen Wert erreichen, werden die Symptome deutsch bemerkbar. Die Symptome sind sehr Vielfältigkeit und je nach Patient auch unterschiedlich. Die Vielzahl der Symptome und eine lange beschwerdefreie Zeit macht Diabetes leider auch so gefährlich! Wenn Diabetes nicht frühzeitig erkannt wird, kann es schon zu Funktionseinschränkungen wie zum Beispiel eine Verkalkung der arteriellen Blutgefäße oder Durchblutungsstörungen bei Haut, Niere, Hirn und Herz kommne. Die Folgen einer unendeckten und unbehandelten Diabeteserkrankungen können Nierenversagen, Schlaganfall, Erblindung oder gar zur Amputation der Beine sein!

Folgende Symptome könnten auf eine Diabeteserkrankung  hindeuten und sollten beim Arzt abgeklärt werden:

  • Allgemeinsymptome: Müdigkeit, Antriebsarmut, Kraftlosigkeit, Gewichtsverlust, häufige Infektionen (besonders der Harnwege)
  • Großer Durst (Polydipsie)
  • häufiges Wasserlassen (Polyurie)
  • Harnzucker messbar (Glucosurie)
  • Sehstörungen
  • Haut: Wundheilungsstörungen, Juckreiz, entzündetet Hautstellen, oft an den Unterschenkeln (Dermatitis; Necrobiosis lipoidica diabeticorum)
  • Nervensystem
  • Taubheitsgefühl  oder Kribbeln in Armen und Beinen (diabetische Neuropathie, insbesondere Polyneuropathie)
  • Muskelzuckungen (Muskelfaszikulationen)
  • Bei Typ 1: süßlicher Mundgeruch, der nach Azeton riecht

KlopapierDurst und und der häufige Harndrang sind oft die ersten Symptome, die einem auffallen. Beides entstehen ab einem Blutzuckerspiegel von etwa 180 mg/dl. Ab diesem kritischen Wert kann die Glucose in den Nieren nicht mehr ganz rückresorbiert werden. Die Glucose wird dann über den Harn ausgeschieden, was das Urinvolumen erhöht und uns oft zur Toilette gehen lässt. Der Körper möchte diesen erhöhten Wasserverlust durch eine vermehrte Wasseraufnahme ausgleichen und wir haben häufig Durst (Polydipsie).

Woran kann der Arzt Diabetes erkennen?

Diabetestest mit BlutWenn bei dir der Verdacht nahe liegt, dass du an Diabetes erkrankt sein könntest, dann der Arzt dies über verschiedene diagnostischen Maßnahmen zur Feststellung feststellen:

  • Bestimmung des Blutzuckerwerts
    • Der Blutzuckerspiegel erreicht zu einem beliebigen Zeitpunkt einen Wert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder höher
    • Ein Nüchternblutzucker von 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder höher
    • Ein Blutzuckerwert von 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder höher zwei Stunden nach einem oralen glucoseglucosetoleranztest (OGTT)
  • Bestimmung des Urinzuckers
  • Oraler glucoseglucosetoleranztest (OGTT)
  • Bestimmung des C-Peptids
  • Bestimmung des HbA1c-Werts (Blutzuckerlangzeitwert)

 

JoggingDiabetes – was nun?

Diabetiker sind ihr Leben lang auf Medikamente angewiesen. Durch einen gesunden Lebenswandel mit viel Bewegung kann man diese aber oftmals auf einem geringen Level halten. Viele Diabetiker sind z.B. überrascht, mit wie wenig Medikamenten sie z.B. bei einem betreuten Kuraufenthalt auskommen. Hier wird auf gesunde Ernährung, viel Bewegung und auch auf das seelische Wohlbefinden geachtet. Für Betroffene ist Disziplin beim Essen und beim Sport enorm wichtig! Durch Sport kann z.B. der Blutzuckerlangzeitwert verbessert werden und Begeleit- und Folgeerkrankungen wie Gefäßverkalkungen vorgebeugt werden. Bevor eine Diabetespatient aber für einen Marathon trainiert oder andere größere sportliche Belastungen eingeht, sollte er  sicherheitshalber einen Sport-Check-Up beim Arzt durchführen lassen. Hier werden u.a. die Gelenke untersucht und ein Belastungs-EKG durchgeführt.

Tipp! Nicht erst auf einen gefährliche Erkrankung wie Diabetes Mellitus warten! Achte lieber schon jetzt auf eine gesunde, ausgeglichene und vitaminreiche Ernährung, bewege dich viel und verzichte am besten auf Zigaretten und Alkohol. So kannst du schon präventiv viel für Dich und Deine Gesundheit machen!

Hier findest du einen spannenden Selbsttest mit einem neuen Diabetesmedikament von Dr. Tom!

 

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Michaela

Über Michaela

Mein Name ist Michaela Schreiber, ich bin 32 Jahre alt und wohne in München. Bei Mikrofit bin ich gemeinsam mit Thomas für die redaktionellen Inhalte zuständig. Hier hat es mir besonders das Themen gesunde Ernährung angetan sowie praktische Tipps und Tricks im Alltag. Was mache ich neben Mikrofit noch? Nach meinem Studium der Betriebswirtschaftslehre und einem Masterstudium in Marketingmanagement war ich von 2012 bis Ende 2014 als Produktmanagerin im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz und speziell im betrieblichen Gesundheitsmanagement tätig. Nachdem ich mich auch seit langem privat mit allem Rund um die Themen Gesundheit, Prävention, gesunde Ernährung und Stressprävention beschäftige, habe ich mich entschlossen, meine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Seit Oktober 2014 mache ich deshalb eine Ausbildung zur Heilpraktikerin und bereite mich auf meine Prüfung vor. Seit Januar 2015 beschäftige ich mich auch beruflich Mikronährstoffe und Ernährung. Da für mich gesunde Ernährung und Mikronährstoffe besonders spannende Therapiefelder sind, habe ich beim der Stiftung für Gesundheit und Umwelt (SfGU) Ausbildungen zum Medical Wellness Coach, Salusweight Coach und zur Fachberaterin für Moderne Orthomolekulare Medizin besucht, um hier fundiertes Fachwissen zu bekommen. Neben dem experimentieren mit gesunden Rezepten reise ich privat gerne, erkunde fremde Länder und als Hobbytaucherin auch fremde Meere und Seen.

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